Simply The best

 

Sie sind zeitlos und unverwechselbar. 

Die schönsten Frauen der Welt waren oder sind ihnen verfallen.    

Allein ihr Name verspricht Charisma und ihr Duft sowieso.

 

 

Womit verdient sich ein Parfum die Auszeichnung Klassiker?

Es ist zu seiner Entstehungszeit etwas noch nie zuvor Dagewesenes, wird zum Trendsetter und dann
zum Vorbild für ganze Duftwelten. Wir fragen uns, worin sich der Mythos jener Düfte begründet,

die über Jahrzehnte bis hin zu beinahe einem Jahrhundert Begehrlichkeiten wecken? 
Was macht manche Düfte so unverwechselbar, so einzigartig?

Wir haben uns auf die Spuren jener Düfte begeben, die diesen Beweis längst erbracht haben,

und ihnen in unsere Duft-Fotostrecke moderne Pendants zur Seite gestellt, die manchmal aus der
gleichen Duftfamilie stammen, manchmal aber auch komplett neue Düfte sind.

 

Nur wenige Düfte schaffen es, sich über Jahre hinweg jene Aura des Geheimnisvollen zu erhalten, die sie zu unsterblichen Klassikern macht. Alles, was sich zu sehr an der Mode orientiert, hat wie diese nur kurzzeitig Bestand, wird abgelöst von der neuen Welle, die das bisher Dagewesene mit neuen Produkten überrollt.Loyalität hat nicht mehr den Bedeutung, die sie einst hatte. Beziehungen und Freundschaften halten nicht unbedingt ein Leben lang, den Job zu wechseln gilt als flexibel, neue Dinge auszuprobieren als angesagt. Dennoch ist sie da, diese unbestimmte Sehnsucht nach Bestand, nach Vertrautem, die in unserer schnelllebigen Welt so selten geworden sind. 

Vielleicht mit ein Grund, warum es auch etwas für sich hat, seinem Duft treu zu bleiben. Ein Duft ist etwas anderes als ein Outfit, man kann ihn nicht beliebig an- oder ausziehen  – einmal aufgetragen bestimmt er das Sein für Stunden. Wir lassen ihn an unsere Haut, gehen eine Verbindung mit ihm ein, er durchdringt unsere persönliche Intimsphäre. 

 

Die ersten Klassiker der Parfumgeschichte entstanden in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Als der Klassiker schlechthin gilt Chanel N°5. 1921 wurde es als erstes abstraktes Parfum überhaupt kreiert. Bis dato hatte es nur monoflorale Düfte wie Maiglöckchen oder Lavendel gegeben. Die wilden Zwanziger krempelten das geltende Frauenideal total um – und mit ihnen kam N°5. Alles an dem Konzept war revolutionär, der Duft selbst sowie auch Name und Flakon. Der Parfümeur Ernest Beaux schuf nach Coco Chanels Vorgaben eine völlig neue olfaktorische Struktur und verstärkte die Duftintensität durch Aldehyde. Chanel Nº5 ging 1922 in Serie und ist einer der wenigen Düfte, die im Laufe der Zeit immer geheimnisvoller wurden. Seit Ende der 20er Jahre ist es das meistverkaufte Parfum der Welt. Das Original-N°5-Parfum ist bis heute unverändert. 

Auch der Klassiker von Guerlain, Shalimar, 1925 lanciert, enthält wie N°5 Rose und Jasmin, jene Blüten, die Weiblichkeit pur verkörpern. Warum haben sich diese beiden über ein Jahrhundert an der Spitze gehalten und Arpège oder Joy, damals Bestseller, sind in der Versenkung verschwunden? Was zeichnet sie und jene, die ihnen folgten, aus? Findet sich eine Gemeinsamkeit in all diesen Düften, die es schaffen, uns lange Zeit zu gefallen? Wenn man die Ingredienzien betrachtet, fällt vor allem eines auf: Viele Duftkreateure wählten die Rose als Symbol der ewigen Weiblichkeit. Rosenöl duftet süß und intensiv und ist teuer. Rosen finden sich in vielen Düften, die uns seit vielen Jahren begleiten so in J’adore von Dior (seit 1999), in Chloé Signature (seit 2008), in Jean Paul Gaultier Classic (seit 1993), in For Her von Narciso Rodriguez (seit 2003), in Miss Dior (1947 erstmals lanciert, heute als Miss Dior Originale vertreten, 2011 reformuliert). Es ist uns auch aufgefallen, dass kaum eines der großen Parfums ohne Jasmin auskommt. Die Essenz kann zwar leicht synthetisch hergestellt werden, jedoch mengt man immer ein wenig echtes Jasminöl bei, um ihr die Härte zu nehmen. Bekannte Klassiker, die unter anderem mit Jasmin betören, sind YSL Opium (seit 1975), D&G The One (seit 2006), Hermès 24 Faubourg (seit 1995), und natürlich ist Jasmin auch eine der Ingredienzien von Chanel N°5. Neben den beiden beliebtesten Blüten sind es Gewürze, die angenehme Assoziationen wecken, wie Vanille oder Nelken sowie animalische Noten wie Moschus, Ambra und Zibet, die den Klassikern, wenn auch oft nur in ganz kleiner Dosierung, das gewisse Etwas geben. Wie man an den Lancierungsjahren sieht, gibt es Klassiker, die uns beinahe ein Jahrhundert begleiten, andere wiederum sind erst seit rund zehn Jahren am Markt. Ab wann ein Duft sich Klassiker nennen darf, ist nicht genau definiert, klar ist jedoch, dass klassische Düfte all unsere Sinne wecken. Sie duften nach mehr. Nach Vergangenheit und Zukunft. Nach Kleinmädchenträumen und Frauenfantasien. Klassisch und immer modern. Geschaffen für die Ewigkeit. 

 

 

Klassiker und ihre neu lancierten Pendants:

 

Der Klassiker von Chanel: N°5 EdP:Die Ode an die Weiblichkeit, pudriges Blütenbouquet um Mairose und Jasmin. 

Modernes Pendant: Gabrielle EdP:Duftcocktail aus vier weißen Blüten: Jasmin, Ylang-Ylang, Orangenblüte und Tuberose.

 

Der Klassiker von Hermès: 24 Faubourg EdP: Eleganter Duft nach Orange und Bergamotte, Blütenakkorde von Jasmin, Iris und Geranie in der Herznote, Sandelholz, Vanille und Amber in der Basis. Modernes Pendant: Twilly EdP: Jugendlich frech, ungewöhnliche Kombination aus Ingwer, Tuberose und Sandelholz. 

 

Der Klassiker von Chloé: Chloé EdP: Ein Blütenbouquet aus Rose, Pfingstrose, Litschi, Freesie, Magnolie und Maiglöckchen. Modernes Pendant: Nomade Absolu de Parfum: Fruchtiger Chypreduft mit Akkorden von süßer Mirabelle, Davana und Eichenmoos; mit Moschus und Sandelholz im Grund.  

 

Der Klassiker von Lancôme: Trésor EdP: Orientalisch-florale Komposition aus Rose, Aprikosenblüten, Maiglöckchen, Iris und Vanille. 
Modernes Pendant: La Nuit Trésor Nude EdP: Orientalisch anmutende Duftkreation rund um die Bergamotte und exotische Vanille- und Kokosnoten. 

 

Der Klassiker von Dior: Miss Dior EdT: Rosen, frische Noten und eine Prise Rosenholz ergeben einen blumig-sinnlichen Duft. 

Modernes Pendant: Miss Dior Roses N’Roses EdT: Unwiderstehlicher Duft eines blühenden Feldes nach Rosen, weißem Moschus und Geranien. 

 

Der Klassiker von Jean Paul Gaultier: Classic EdT:Früchte- und Blütenreigen aus Mandarine, Birne, Iris und Orchidee, gepaart mit Ambra, Moschus und Zimt. Modernes Pendant: Scandal EdT:Erotischer Duft rund um die Blutorange, unterstützt von Gardenie, Honig und Patchouli. 

 

Der Klassiker von YSL: Opium EdP:Sinnlich-orientalisch, im Auftakt Kaffeebohnen, dazu Jasmin und Orangenblüten, Zeder, Vanille und Patchouli. Modernes Pendant: Black Opium Neon EdP:Energetische Komposition, würzig, süß und fruchtig zugleich mit Kaffee, 
Moschus, Orangenblüte und Drachenfrucht. 

 

Der Klassiker von Dior: J’adore EdP:Floral und sinnlich, Ylang-Ylang und Damaszener Rose verbinden sich mit französischem und arabischem 
Jasmin. Modernes Pendant: Joy EdP Intense:Dynamischer Duft aus Blüten, Hersperid-Noten, Hölzern und Moschus. 

 

Der Klassiker von Narciso Rodriguez: for Her EdT:Warme Komposition aus Rose und Pfirsich, Ambra und Moschus in der Herznote. Modernes Pendant: Fleur Musc for Her EdT:Rosa Pfeffer im Auftakt, in der Mitte Moschus, umhüllt von Rose und Pfingstrose.

 

Der Klassiker von Giorgio Armani: Sì EdP: Fruchtiger Chypre-Duft nach schwarzer Johannisbeere und Mandarine in Verbindung mit Rose und Jasmin. Modernes Pendant: Sì passione intense EdP: Rosa Pfeffer, Ananas und Heliotrop ergänzen die schwarze Johannisbeere aus dem Original. 

 

Der Klassiker von Issey Miyake: L’Eau d’Issey EdT: Ein aquatischer Duft nach Alpenveilchen, Rosenwasser, Lotus und Lilie.Jetzt als IGO. 

Modernes Pendant: L’Eau d’Issey Pure Petale de Nectar EdT: Transparente Komposition aus fruchtiger Birne, Honigtau und Rosenwasser. 

 

Der Klassiker von Dolce & Gabbana: The One EdP: Elegante Mischung aus fruchtigen und floralen Noten wie Litschi, Lilie und Jasmin, gebettet in Amber und Vetiver. Modernes Pendant: The Only One EdP Intense: Verführerische Weiblichkeit in neuer Intensität mit Orangenblüte und schwarzer Vanille.