Albertina. Xenia Hausner. True Lies.

voraussichtlich ab 30. April 2021

Mit dieser Ausstellung zeigt die ALBERTINA eine der wichtigsten österreichischen Malerinnen unserer Zeit. Der Schwerpunkt der Schau liegt auf dem Aspekt der Inszenierung. Für ihre Bilder konstruiert die Künstlerin, die früher als Bühnenbildnerin tätig war, vorab räumliche Settings in ihrem Atelier. Auch ihre Modelle arrangiert sie in diesem Umfeld. In einem vorwiegend weiblichen Kosmos lösen sich die Figuren von der ursprünglichen Person und nehmen eine eigene Rolle in Hausners Geschichten ein.

Die Ausstellung ist retrospektiv angelegt, beginnend mit den ersten frühen Arbeiten aus den 1990er Jahren bis zu Xenia Hausners jüngster, bewegender Exiles-Serie.

Floor Dance 1998/Elfie Semotan
Floor Dance 1998/Elfie Semotan

Kunsthaus Wien. Elfie Semotan – Haltung und Pose.

 „Elfie Semotan ist sicher die international bekannteste österreichische Fotografin“, so Bettina Leidl, Direktorin KUNST HAUS WIEN. Die Präsentation der 160 Arbeiten macht den fotografischen Kosmos Semotans als großes ineinandergreifendes Geflecht von spezifischen Herangehensweisen an das Medium Fotografie erfahrbar. Sie gilt als Meisterin im Verknüpfen von Kreativität und Kommerzialität. Elfie Semotan prägt erfolgreich und öffentlichkeitswirksam die österreichische Mode- und Werbeszene. In den 1990er-Jahren wird sie für die Zusammenarbeit mit Helmut Lang international bekannt. In Folge entstehen Modestrecken für große Labels und für internationale Magazine wie Vogue, Elle, Marie Claire, Harper’s Bazaar etc.

Foto © Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung P-228889 (Ausschnitt)
Foto © Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung P-228889 (Ausschnitt)

 

 Jüdisches Museum Wien

 „Gestern bei M. E. Mayer eingetroffen“ – Fragmente einer vergessenen Erfolgsgeschichte

 

Die beiden eleganten Parfümerien von M. E. Mayer waren 1925 ein Begriff. Sie befanden sich am Lobkowitzplatz 1 und am Graben 17 in der Wiener Innenstadt. Ab September 1932 wurde in der Parfümerie am Lobkowitzplatz ein Gästebuch geführt, in dem sich die Prominenz dieser Zeit verewigte, darunter Carl Zuckmayer, Hugo Thimig, Ida Roland, Fritz Grünbaum, Louise Rainer, Alexander Lernet-Holenia, Franz Werfel, Nora Gregor und Hedy Mandl (später Lamarr). Sie alle besuchten diesen Tempel der Düfte und der Cremes. Franz Lehár ließ sich das Badesalz sogar nach Bad Ischl nachschicken. Wie die Parfümerien innen aussahen und wie in der Fabrik produziert wurde, überliefert ein Album mit 31 Fotos. Nach dem „Anschluss“ 1938 wurde das wertvolle Duft- und Schönheitsimperium „arisiert“. Die vormaligen Inhaber Theodor und Paul Mayer, zwei Söhne der einstigen Firmengründer Emilie und Max Mayer, flüchteten mit ihren Familien vor der antisemitischen Verfolgung. Theodor ging nach Argentinien, Paul in die USA, wo er die Parfüm- und Seifenproduktion unter dem Firmennamen MEM Company fortsetzte. 1950 kauften die Söhne der inzwischen verstorbenen Brüder die Wiener Firma zurück und führten die Geschäfte weiter. Als die MEM Seifen- und Parfümerie-Vertriebsgesellschaft m. b. H. 1978 aufgelöst wurde, waren die Zeiten des Glanzes aber lang vorüber. Das Jüdische Museum Wien würdigt nun das einstmals so beliebte, heute leider gänzlich vergessene Wiener Unternehmen mit einer Präsentation im Schaudepot.   08 Feb bis 03 Okt , Museum Dorotheergasse.

Alain Laboile Boudin
Alain Laboile Boudin

Lentos. WILDE KINDHEIT. 

Es liegt an uns, unseren Kindern eine Kindheit zu ermöglichen, die es wert ist, sich an sie zu erinnern. 170 KünstlerInnen von 1900 bis heute stellen kritisch, realistisch differenziert, aber auch mit viel Ironie und Humor kindliches Glück dar.

12. 5.–5. 9. 2021

Postkarte der Wiener Werkstätte (Nr. 631), 1912 ©MAK.
Postkarte der Wiener Werkstätte (Nr. 631), 1912 ©MAK.

MAK. DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE.

Gudrun Baudisch, Vally Wieselthier oder Mathilde Flögl sind bekannt. Aber wer waren Martha Alber, Karoline Fink oder Paula Lustig? Mehr als 600 Exponate geben Einblick in das nahezu unbekannte weibliche Design in Wien zwischen 1900 und 1930 und zeigt den Ideenreichtum der Entwerferinnen und ihre maßgebliche Beteiligung an der Entwicklung des Wiener Kunsthandwerks.

21. 4.–3. 10. 2021 

Leopold Museum/Manfred Thumberger.
Leopold Museum/Manfred Thumberger.

Leopold Museum. 

THE BODY ELECTRIC. Erwin Osen – Egon Schiele.

Die bisher unbekannten Blätter Osens, der Mitunterzeichner des Neukunstmanifests, Weggefährte und Modell von Schiele war, bereichern unser Verständnis der Wiener Moderne und ihrer Kunstpraxis – die eng mit der Kultur der klinischen Medizin verwoben war. Osens Zeichnungen werden jenen Darstellungen von Schwangeren und Neugeborenen gegenüber gestellt, die Egon Schiele 1910 in der II. Frauenklinik anfertigen konnte. 16. 4.–26. 9. 2021

 Leo Jahn-Dietrichstein: Im Prater (Detail), 1957/Wien Museum
Leo Jahn-Dietrichstein: Im Prater (Detail), 1957/Wien Museum

Wien Museum. Augenblick!. 

Ein Querschnitt durch die Geschichte der Wiener „Street Photography“. Ein Blick auf die sich verändernde Großstadt von den 1860er Jahren bis heute. Neben ikonischen Bildern der Stadt auch viele, die den Alltag Wiens und das Leben seiner Bewohner auf faszinierende Weise lebendig werden lassen. 20. 5.–19. 9. 2021