Die Bühne, sei es Theater, Oper, Kleinkunst oder Konzerte – diesen Kulturbereich vermissen wir momentan sehr. Dennoch ist einiges geplant – ob es Veranstaltungen ohne Publikum sind, die gestreamt oder im Fernsehen übertragen werden, oder doch live, das müssen wir auf uns zukommen lassen!

 

Astrid Knie
Astrid Knie

Der Bockerer. Josefstadt.

Die Geschichte ist bekannt: Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich beginnt sich auch das Leben des Fleischhauers Karl Bockerer markant zu verändern. Während seine Familie sich vom Nationalsozialismus begeistern lässt, beschließt Bockerers jüdischer Freund und Tarockpartner Rosenblatt zu emigrieren. Ein anderer Tarockpartner, der pensionierte Postoffizial Hatzinger, hegt zwar keinerlei Sympathien für die Nazis, passt sich aber doch lieber den neuen politischen Gegebenheiten an. Ganz anders fällt Bockerers Reaktion aus. Er trotzt den Nationalsozialisten und demaskiert schlagfertig deren Ideologie. Dabei ist er alles andere als ein Widerstandskämpfer – er ist ein Mensch mit Herz, der in der Zeit der Barbarei auf Humanität pocht. Im Film genial von Karl Merkatz verkörpert, im Theater interpretiert der ebenfalls geniale Johannes Krisch die Titelrolle.

Alexi-Pelekanus
Alexi-Pelekanus

MOLIÈRES SCHULE DER FRAUEN. LANDESTHEATER Niederösterreich.

1662 löste die Uraufführung einen handfesten Theaterskandal aus. 2021 geht Ruth Brauer-Kvam dem Stück mit viel Live-Musik und heutigen Erkenntnissen auf den Grund. 

Rita Newman
Rita Newman

Monsieur Pierre geht online. Kammerspiele.

Wolfgang Hübsch passt die Rolle des grantelnden, verschrobenen, listigen Alten perfekt. Susa Meyer, Martina Ebm und Claudius von Stolzmann harmonieren punktgenau mit ihm und bescheren uns Schauspielkunst vom Feinsten. 

Julia Kneuse
Julia Kneuse

Die Zauberflöte – EIne Extravaganza. Burgtheater.

Begleitet von einer sechsköpfigen Band macht sich das Schauspielensemble (Konzept, Regie, Musik: Kommando Himmelfahrt) auf den Weg aus dem lieblichen Tal des Aberglaubens in die finsteren Grotten des Verstandes

Vereinigte Bühnen Wien
Vereinigte Bühnen Wien

ELISABETH – Open Air im Ehrenhof des Schlosses Schönbrunn.

Das Musical wird von 1. bis 3. Juli 2021 als ganz großes Konzerterlebnis der Extra-Klasse im Ehrenhof des Schlosses Schönbrunn gezeigt.

 

 

Moritz Schell
Moritz Schell

The Parisian Woman. Kammerspiele.

Im Zentrum der Handlung steht Chloe, die Frau eines Anwalts, der die Chance auf einen Richterstuhl am Berufungsgericht wittert. Die notwendige Unterstützung gilt es bei einflussreichen Bekannten auf glamourösen Cocktailpartys zu gewinnen. Chloe jongliert mit Charme, Raffinesse und Sinnlichkeit, um die Karriere ihres Mannes in die richtige Richtung zu lenken. Bald befindet sie sich jedoch mitten in einem Sumpf aus Macht und Intrigen. Wie weit wird sie gehen, um Toms Weg in die Politik zu ebnen?

 

© Nikolaus Ostermann / Volkstheater
© Nikolaus Ostermann / Volkstheater

 

Volkstheater – „Black Box“.

Audiowalk statt Aufführung. Von Stefan Kaegi // Rimini Protokoll.

Ein innovatives Projekt, das Theater auch in diesen Zeiten erlebbar macht. Ganz im Sinne der geltenden Corona-Maßnahmen begibt man sich alle fünf

Minuten alleine mit Kopfhörern auf eine Erkundungstour durch alle Ecken des Hauses hinter, unter, über und auf der Bühne. 

 

COVID-19 hat möglich gemacht, was sich sonst kein Schauspielhaus erlauben könnte: ein ganzes Haus spielt für eine Person. Wie in Andrei Tarkowskis Film STALKER geht alle fünf Minuten ein*e Besucher*in vorsichtig durch die Flure, mit Kopfhörern und Handschuhen treten sie durch die leeren Reihen im Zuschauer*innenraum auf die Unterbühne und betreten das Labyrinth der Fiktionsmaschine. Die Black Box öffnet sich den rekonstruierenden Forscher*innen und stellt die Frage: Wo sind die anderen? In Zeiten von sozialer Distanz und Isolation gilt es hier zu entdecken, was Gemeinschaft bedeutet.

 

 

„Die derzeitige Ausnahmesituation verleiht Black Box eine Einzigartigkeit, die es im Normalbetrieb kaum entfalten könnte. Abe so wie es gerade eben ist, möchte man zu diesem einmaligen Augenblick im Theater einfach nur sagen: Verweile doch!“ (Petra Paterno, Wiener Zeitung) „Sicher ist, dass Rimini Protokoll die Maschinerie Theater auf wundersame Weise in ihre Einzelteile zerlegt, um sie wie von Geisterhand wieder zusammenzubauen.“ (Stephan Hilpold, der Standard)

Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper.

In Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at sind Aufführungen verfügbar.

Anmeldung erforderlich.

Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr.