Livemitschnitt

Bryan Ferry – „Live At Royal Albert Hall 1974“

Mit dem eleganten Art-Rock von Roxy Music hatte er bereits alle überzeugt. Parallel dazu verfolgte der britische Pop-Dandy Ferry ab 1973 auch eine Karriere also Solo-Künstler. Für seine ersten beiden Alben ohne Band, „These Foolish Things“ und  „Another Time, Another Place“, interpretierte er großteils die Songs seiner Idole von Elvis über Bob Dylan bis Sam Cooke neu. Vor Publikum präsentierte Ferry die Stücke erstmals im Jahr 1974 – und gewann auch die letzten Zweifler mit einer fulminanten Solo-Performance für sich. Nun legt er einen Live-Mitschnitt von damals vor, zu hören sind u.a. Coverversionen von „Sympathy For The Devil“ (Rolling Stones) oder  „It's My Party“ (Lesley Gore). Live hören und sehen kann man Ferry im Juli in Wien (siehe Live-Termine).

Josienne Clarke  

„In All Weather“

Die junge Folk-Sängerin Josienne Clarke verhandelt auf ihrem ersten Soloalbum alle Phasen von Umbruch und Trennung. Leise Akustik-Arrangements werden dabei hin und wieder aufgebrochen durch rockigere Parts. Reduziert, aber trotzdem mit starker Wirkung.

Alicia Keys „Alicia“ 

Die R&B-Lady aus New York meldet sich nach vier Jahren mit neuer Musik zurück. Diesmal gibt es mehr Beats und weniger klassischen Piano-Soul, aber gewohnt ergreifende Lyrics. Zeitgleich mit dem bereits siebten Album (Mitte April) von Keys erscheint auch ihre Autobiografie.

Rens Newland  „family trax“

Das 10te Album des Künstlers ist ein sehr persönliches, emotionelles und für ihn wichtiges. Es sind 12 Widmungen für seine Kinder und Enkel. Er hat Melodie-Bausteine aus den Namen entworfen und damit Themen entwickelt und dabei versucht, Charakter und Art der jeweiligen Person in die Werke einzuweben. 

Gabrielle Aplin „Dear Happy“

Es muss nicht immer nur um Liebe gehen. Die junge Britin verpackt einfühlsame Texte rund um das Thema psychische Gesundheit in erfrischenden, zeitgenössischen Pop mit leicht elektronischer Färbung. Auch die großen Balladen kommen dabei aber nicht zu kurz.

Leonard Cohen „Thanks For The Dance“

Großer Abschied: Für das letzte Album des 2016 verstorbenen Singer-Songwriter-Poeten hat dessen Sohn Musiker wie Beck, Leslie Feist oder Damien Rice ins Studio gebeten, und mit ihnen Songskizzen und unveröffentlichte Lieder seines Vaters vollendet. Wertvoll!

„Lindenberg! Mach dein Ding“  The Soundtrack. 

Der Trend zum Musiker-Biopic hat auch die deutschsprachige Musikwelt endlich erreicht.

Nach Freddie Mercury und Elton John ist nun der Kult-Rocker Udo Lindenberg als Hauptfigur im Kino dran. Begleitet wird die Story über den Weg vom Schlagzeuger zum erfolgreichen Solo-Musiker in den wilden 70er-Jahren von Songs aus dessen Frühwerk, die man sonst kaum noch zu Hören

bekommt. Dafür wurden alte Aufnahmen neu überarbeitet, manche Stücke hat der junge Hauptdarsteller Jan Bülow (seit dieser Saison Ensemble-Mitglied am Burgtheater) neu eingesungen.

Lindenberg selbst steuert mit der Ballade „Niemals dran gezweifelt“ einen neuen Song bei.