Absolut Beautiful  Herbst/Winter 2023

 

Früher war alles besser? Diese Frage stellen wir uns alle manchmal. Und die Antworten darauf fallen wohl ganz unterschiedlich aus. Nimmt man die Schlagworte unserer Zeit, dann wird schnell klar, dass früher nicht unbedingt alles besser war. Gut, es gab keine Pandemie und ihre Folgen, die Klimakrise kündigte sich aber schon lange an. Terroranschläge waren in den 70ern schon gang und gäbe. Der Jugoslawienkrieg beschäftigte uns damals genauso wie heute die Ukraine. Und Sommer wie damals – wie waren die? Oft verregnet, wenn ich mich richtig erinnere. Wir maßen uns nicht an zu werten oder gar zu sagen, früher war alles besser – es war ebenso wie jetzt, mal besser, mal schlechter. Und jedes Ding hatte immer schon zwei Seiten. Was aber unbestritten ist: Die technischen Errungenschaften der letzten drei Jahrzehnte haben alles sehr verändert. Internet und Social Media haben unser Leben revolutioniert, einfacher, aber zugleich auch komplizierter gemacht. Heute ist jede Info in Sekundenschnelle greifbar – allerdings mit Vorsicht zu genießen, man weiß ja nie, wie fundiert sie ist. Früher hat man administrative Dinge persönlich erledigt, per Telefon oder man ging zur Bank, aufs Amt, ins Reisebüro – heute bankt man von zu Hause, arbeitet mit FinanzOnline, checkt seine Urlaube am Computer oder Handy. Eine Zeitersparnis für alle, die am Puls der Zeit sind, eine Hürde jedoch für diejenigen, die sich mit der digitalen Welt nicht auseinandersetzen können oder wollen, denn ohne Termin geht gar nichts mehr und am Telefon hängt man überall in endlosen Warteschleifen. Digitale Kommunikation macht es zwar technisch leichter, aber nicht unbedingt menschlicher. Das gleiche gilt für die künstliche Intelligenz, die auch viele Arbeitsplätze zunichte macht.

Lamentieren ist jedoch keine Lösung, auch nicht der Vergangenheit nachweinen – „Es ist, wie es ist“ – wir leben im Heute, nicht im Gestern. Es liegt an uns, sich dieses Heute, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten so schön wie möglich zu machen. Einfach am Wochenende das Handy auf lautlos schalten, den Computer abdrehen und rausgehen in die Natur. Den goldenen Herbst genießen mit allen Sinnen, sich an der Farbenvielfalt der Blätter erfreuen. Oder durch die Innenstadt flanieren und sich in den Schaufenstern statt am Bildschirm Anregungen holen für den neuen Herbstlook. Oder sich verabreden zu einem Freundinnentag. Ein Tag, der angefüllt ist mit Dingen, die Frauen gerne tun, wie gemeinsam zum Friseur oder in den Day-Spa gehen und dann frisch verschönt und entspannt durch eine Ausstellung bummeln, ins Kino gehen, im Kaffeehaus plaudern oder gemeinsam ein Konzert besuchen. Zu all diesen Dingen finden Sie Inspirationen in dieser Ausgabe. Und noch viel mehr. Wir haben uns wieder für Sie umgesehen und die neuesten Kosmetikprodukte getestet, solche, welche die Problemchen, die das Reiferwerden mit sich bringt, verringern, solche, die uns blitzartig strahlender machen. Wir haben unserer „Naturliebe“ in einem großen Artikel zum Thema Naturkosmetik Ausdruck verliehen. Allein schon der Aufbau der Duft-Foto-Strecke sorgte dafür, dass wir begonnen haben, uns auf Weihnachen zu freuen, so ansprechend, wohlriechend und zugleich auch dekorativ waren die Parfums und Kerzen. Der Anblick der fertigen Fotos macht richtig Lust, sich zurückzuziehen, sich selbst zu verwöhnen. Er soll auch Lust machen, in einem Magazin wie dem unseren zu blättern. Seite für Seite das Papier zwischen den Fingen zu fühlen und sich zu entspannen. In Zeiten, wo Printmedien stark an Stellenwert verloren haben, etwas essenziell Wichtiges.

Denn auch hier finden wir zwei Seiten: Es ist super, sich auf den Websites schnell Informationen zu besorgen, diversen Blogs zu folgen und global unterwegs zu sein. Es ist aber nach wie vor schön, das gedruckte Wort zu lesen und sich an Bildstrecken zu erfreuen, an denen Redakteure und Fotografen liebevoll und mit viel Zeiteinsatz gearbeitet haben. In diesem Sinne: Es lebe das Miteinander, das Gute von gestern und das Aufregende von morgen.  

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